Ich als Kind (ganz links) auf Klassenfahrt – Stockbrot backen

Als Kind verbrachte ich einen Großteil meiner Freizeit an der Wupper und in dem umliegenden Wäldchen, in dem ich gerne spielte und sowas ähnliches wie Shelter baute (die wir aber “Buden” nannten). Während der Pubertät verlor ich etwas den Bezug zur Natur, welchen ich erst nach meinem Abitur im Jahre 2012 bei der Bundeswehr wieder entdecken sollte.

Zur Armee trieb es mich unmittelbar nach meiner Schulzeit. Der Drang, sich zu beweisen, das Abenteuer und die zu erwartenden neuen Freundschaften (vor allem die sogenannte Kameradschaft) faszinierten und motivierten mich mit meinen 19 Jahren sehr.

(Jäger) Yannick Dorn 10.2012

Ich wollte aber nicht einfach nur Soldat sein, Ich wollte zu den Besten gehören.

Deshalb wollte ich zu den Fallschirmjägern gehen. Das war gar nicht so einfach wie man denkt aber am Ende gelang es mir, einen Dienstposten in der Fallschirmjägerkaserne Seedorf zu erhalten.

Meine Grundausbildung absolvierte ich dann im Oktober 2012 in der Ausbildungskomapie 6/313. Ein Bild von mir aus dieser Zeit (als sehr junger Mann ohne Bart :P) seht ihr hier:

Nach der Grundausbildung wurde ich meiner neuen Stammeinheit zugewiesen, der schweren Kampfkompanie 5/313 in der Ich dann Beobachtungssoldat in einem “Joint Fire Support Team” (kurz: JTSF) wurde. In dieser Zeit entdeckte ich erneut meine Liebe zur Natur und ich erhielt allerhand interessante Ausbildungen über das Verhalten, Tarnen und Kämpfen im Wald.

JTFS Team mit optronischem Beobachtungsgerät
Joint Fire Support Team mit optonischem Beobachtungsgerät

Anmerkung:

Ein Joint Fire Support Team [JTSF](Feuerunterstützungstrupp) , ist eine kleine Einheit, die als vorgeschobenene Beobachter agieren können und dabei die Fähigkeiten eines Artillerie- und Mörserbeobachters mit denen eines Fliegerleittrupps kombinieren. Zur Hauptaufgabe gehört das Begleiten von Kampftruppen um bei Bedarf Steilfeuer (Rohr- und Raketenartillerie, Mörser und Luftnahunterstützung (engl. CAS Close Air Support) anzufordern und zu lenken.

(Hauptgefreiter) Yannick Dorn – 2014

Während meiner Dienstzeit wurde ich umfangreich und fordernd ausgebildet, auch darüberhinaus habe ich mir weiter Qualifikationen angeeignet. Hier einige Beispiele:

  • Combat First Responder
  • Bleeding Control Seminar (2022)
  • Mörserschütze (120mm)
  • Fallschirmspringer Lehrgang
  • DMR – Schütze
  • SERE-B Lehrgang
  • Militärische Evakuierungs Operationen (MilEvacOP)

  • Beobachtungssoldat:
  • Mörser Beobachter
  • Artillerie Beobachter
  • Beobachter für Luftnahunterstützung (CAS) [Hubschrauber]

Erste Survivaltour in der Eifel – Wasserabkochen

Nachdem ich die Bundeswehr verließ, arbeitete ich ein Jahr lang als Gärtner, merkte da aber schnell dass man hier mehr Pflanzen herausreißt anstatt einpflanzt – was ich mir vorher (vielleicht etwas naiv) anders vorgestellt hatte. Aber immerhin weckte dies mein interesse für die Pflanzenkunde.

Ab 2016 machte ich dann, nach dem ich zuvor gerne und viel gewandert bin, meine ersten Survivaltouren mit Übernachtungen im Wald. Da ich ja bereits einiges gewohnt war, machte ich schnell Fortschritte und steigerte meine Herausforderung zusehens aber immer kontrolliert.

2016 begann ich dann auch an der Bergischen Universität Wuppertal zu studieren. Ich wählte die Studiengänge: Geschichtswissenschaften und Anglistik. Dies lehrte mich den richtigen Umgang mit Quellen, vor allem der Quellenkritik, und das wissenschaftliche Arbeiten. Dies war ausgesprochen wichtig und nützlich für mein weiteres Selbststudium. Mein Wissen über Survival, Krisenvorsorge und Bushcraft erweiterte ich von nun an mit vielen einschlägigen Büchern und einschlägiger Fachliteratur (Siehe Foto)

Mein Bücherregal – Abteilung über “Outdoor” relevante Thematiken

Anmerkung:

Dies ist nur meine haptische Fachliteratur zum Thema, viele Werke habe ich nur digital. (und so manche Bücher habe ich aufgrund von fehlender Fachlichkeit, dem veraltetem Wissensstand oder einem geringem Mehrwert aussortiert).

Am 27.03.2018 startet ich dann meinen YouTube Kanal: “FOXSCOUT – SURVIVAL” und dies auf eine rückblickend nur schwer vorstellbar, rudimentäre Weise. Ich lief buchstäblich mit meinem Handy in der Hand in den Wald und nahm völlig verwackelte Videos auf, die zusätzlich mit furchtbarer Tonqualität beeindruckten 😀

Seit dem ist viel passiert und neben einem ständigen Feilen an meinen Fähigkeiten (das ich nie als abgeschlossen erachten werde) hat sich auch meine videographische Ausrüstung um Welten verbessert und heute kann ich auch in dem Bereich mit Qualität überzeugen.



Während der Grundausbildung sagte unser Ausbilder oft zu uns:

“Der Tag an dem ihr aufhört besser zu werden, ist der Tag an dem ihr aufhört gut zu sein.”

Orginalzitat von: Philip Rosenthal

Dieses Zitat fand ich sehr eindringlich und die Worte prägen mich bis heute. Man muss stetig weiter an sich und seinen Fähigkeiten feilen, wenn man sich ausruht und voller Arroganz denkt:

“Jetzt habe ich ausgelernt; Jetzt bin ich ein Experte”

Dann wird man schnell vom Gegnteil überzeugt und beim Kampf ums überleben ist das Ergebniss von Selbstüberschätzung und Arroganz der Tod. Es ist das Verfehlen des einen elementaren Ziels von dem alles weitere abhängt, das Überleben. Dieser Weg kennt nur zwei Ergebnisse: (Über-)Leben oder Sterben.

Das ist Survival


Ich bekenne mich zur Freiheitlich Demokratische Grundordnung und engagiere mich aktiv gegen Fachismus und Extremismus.

*Bild von der Teilnahme an der Aktion #WirGegenExtremismus des Bundeswehr Verbandes